Jabü Tours auf dem Weg nach Europa

Sonntag, 11.10.2015

Nach über 14 Monaten in Südostasien wurde es Zeit langsam die Heimreise anzutreten.

Von Taichung ging es mit dem High Speed Zug zum Flughafen von Taipeh. Dort stiegen wir in den Flieger nach Hongkong. Von Hongkong brachte uns abermals ein grosser A380 nach Dubai. Müde erreichten wir um 1 Uhr in der Nacht unser Hotel und freuten uns auf unser Bett. 
In Dubai gönnten wir uns 2 Nächte um die Zeitumstellung langsam aufzuarbeiten, sich ein wenig an die Zivilisation zu gewöhnen und natürlich zum Shoppen.
Unser fünfter und letzter A380 Flug unserer Reise brachte uns von Dubai nach Frankfurt. Nach dem 6.5 stündigen Flug freuten wir uns schon auf eine unkomplizierte und bequeme Weiterreise nach Stuttgart. Wurde leider nichts daraus. Am Flughafen Frankfurt brauchten wir fast eine Stunde um zu Fuss und mit Shuttlebus zum Bahnhof zu gelangen. Schnell hatten wir ein Ticket für den nächsten Zug gekauft. Dank einer halben Stunde Verspätung auf Grund einer Stellwerkstörung erwischen wir unsere Verbindung nach Stuttgart. Da wir an einem Freitag Nachmittag unterwegs waren, durften wir die 1.5 Stunden im Zug mit Sack und Pack stehend verbringen. Der Zug war total überbucht. In Mannheim konnte der Zug nicht mehr weiterfahren. Zuerst mussten sich alle stehenden Fahrgäste gleichmässig in den Wagons verteilten, da die Sicherheit nicht mehr gewährleistet war. Nach einer langen Zeit in Asien, wo wir doch so manches erlebt und gesehen haben, waren wir vom Bahnbetrieb in Deutschland doch etwas überrascht und fühlten uns fast wie in einer Bananen Republik.
In Stuttgart bezogen wir unser Stammhotel und freuten uns wie kleine Kinder auf den nächsten Tag. Nur noch einmal schlafen!
Das Frühstück genossen wir zusammen mit Fritzlis, welche uns nun das dritte und letzte mal begleiten auf unserer Reise. Wir waren froh den schwierigen Heimweg nicht alleine antreten zu müssen.
Das Ende von Jabü Tours wurde reichlich gefeiert auf den Cannstatter Wasen. Entlich wieder europäisches Bier, viel zu schweres Essen und mehr Farangs um uns als uns lieb war.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ging es für uns an einem schönen Sonntag zurück in die Schweiz, leider ohne Stempel im Pass. Diebisch freuten wir uns schon auf die Gesichter unerer Familien und Freunde, denn niemand wusste von unserer Heimkehr.

Vieles hatten wir auf unserer Reise schätzen und lieben gelernt. Das unkomplizierte Leben, die freundlichen Menschen, die spannenden Kulturen und Geschichten, das meist gute und warme Wetter, die wunderbaren Tauchplätze, die vielfältige Natur, die exotische Tierwelt und natürlich das unvergleichliche Essen. Unbezahlbar war die viele Zeit, die wir zusammen verbringen konnten und die grenzenlose Freiheit, die wir genossen. Wir fühlten uns verbunden mit Land und Leuten und werden einiges in unserem kommenden Alltag schmerzlich vermissen. Vielfach wurden wir gefragt: Habt Ihr noch nicht genug oder ist es euch noch nicht verleidet? Die Antwort ist: Nein. Fernweh scheint nicht heilbar zu sein. Es ist etwas, was uns immer durch unser Leben begleiten wird.

 

Hualien - Kaohsiung - Taichung

Mittwoch, 07.10.2015

Von Taipeh ging es per Bus und Zug weiter nach Hualien. Hualien selber hat nicht alll zu viel zu bieten, liegt aber direkt vor dem Taroko Nationalpark, eines der grossen Highlights in Taiwan. An der Küste stehen riesige Klippen, die sich aus schwindelerregenden Höhen in das türkisblaue Meer stürzen. Im Nationalpark lockten beeindruckende Schluchten und viele Trails luden zu Spaziergängen ein. Eigentlich war am Tag darauf nochmals ein Tag im Taroko Nationalpark geplant, jedoch machte uns der Taifun Dujuan einen Strich durch die Rechnung. An Wanderungen war nicht mehr zu denken und zu unserem Leidwesen wurde auch der Zug und Autobahnbetrieb eingestellt. So steckten wir 2 Tage in Hualien fest und kamen nicht weg. Wir vertrieben uns die Zeit mit dem Bespassen der armen Welpen im Zooladen, Shopping, Kaffee und Würfelspiel. Als entlich der Zugbetrieb wieder normal funktonierte fuhren wir mit Zug und Bus zurück nach Taipeh. Von dort aus ging es weiter mit dem Highspeed Zug, welcher mit bis 300 km/h uns ganz in den Süden der Insel fuhr. Bis zu der Endstation in Kaohsiung, der zweitgrössten Stadt in Taiwan. Das Klima dort war merklich wärmer und auch etwas schwühler. Wir besuchten das Pier 2 Art Center, ein Hafengelände, welches zur Kunstausstellung umfunktioniert wurde. Zu einem geliebten Zeitvertreib in Taiwan entwickelten sich die Besuche an verschiedenen Night Markets. In jeder grösseren Stadt in Taiwan finden jeden Abend mehrere Night Markets statt. Und überall gibt es viele alte und neue Köstlichkeiten zu entdecken. Von Kaohsiung ging es wieder mit dem Highspeed Zug richtung Norden bis nach Taichung. Unsere vorerst letzte Station in Taiwan. Ein Highlight in Taichung war sicher der Besuch des Fischmarktes am Hafen der Stadt. Eine so riesige Auswahl an Fisch und Meeresfrüchten hatten wir noch selten gesehen.

Unsere Zeit in Taiwan war um und es ging für uns weiter nach Hong Kong. Taiwan, eigentlich eher spontan in die Reiseplanung als Ersatz für China gerutscht, hatte unsere Herzen im Sturm erobert. Wir waren begeistert von den extrem freundlichen Menschen und von der Küche müssen wir gar nicht erst anfangen. Nirgends hatten wir uns so gut aufgehoben gefühlt und so viele hilfsbereite Menschen getroffen. Taiwan xie-xie! Wir kommen irgendwann zurück und das nicht nur wegen Din Tai Fung (aber auch).

Taiwan

Samstag, 26.09.2015

Nach längerem Abwägen und Recherchen wählten wir Taiwan für unsere nächste Destination. Eigentlich wollten wir von Vietnam aus nach China reisen. Jedoch wären wir in die Golden Week geraten. In der Woche nach dem Natonalfeiertag sind die Züge ausgebucht und Inlandflüge extrem teuer. Also war China vorerst vertagt und wir flogen von Hanoi über Hong Kong nach Taipeh. Für uns war es ein kleiner Kulturschock. Nach 14 Monate im asiatischen Chaos mit Lärm und Schmutz mussten wir uns erst wieder zurechtfinden mit der bis in's letzte Detail organisierten und gut beschilderten Grossstadt. Taipeh ist so gut beschildert, dass wir ohne Probleme vom Flughafen mit Bus, Zug und Metro direkt unser Hotel fanden. Die Stadt hatte sehr viel zu bieten und mit der Metro konnten wir die meisten unserer Ziele spielend erreichen. Wir besuchten den Taipeh 101 und genossen die Aussicht über die Stadt vom 89 Stockwerk aus. Schlemmten zweimal bei Din Tai Fun, dem wohl bekanntesten Restaurant der Stadt, bekannt ist für die handgemachten Dumplings. Lernten im selben Moment, dass man für gutes Essen gerne eine Stunde ansteht um einen Tisch zu bekommen. Beobachteten Panda, Kuala und Co. im riesigen Zoo. Fuhren mit der Gondelbahn auf den Maokong, um die Abenddämmerung über der Stadt zu sehen. Schmorten im bis zu 45 Grad warmen Wasser der Beitou Therme und ahnten nun wie sich ein Suppenhuhn fühlen muss. Auch besuchten wir per Bus den Yeh Liu Geo Park. Ein beliebtes Ziel der zahlreichen chinesischen Reisegruppen. In den Skulpturen, welche aus Sand- und Lavastein gewaschen sind, konnte man mit viel Phantasie Kerze, Schuh, Elefant, Hund und eine Königen erkennen. Für uns sehen die Steine hauptsächlich wie Pilze aus, was nicht weniger schön war. Natürlich besuchten wir auch den Shilin Nachtmarket und genossen die Leckereien getreu nach dem Motto, wo die Leute anstehen, muss es gut sein.

Ha Noi

Montag, 21.09.2015

Nach einer Übernachtung in Hue starteten wir die lange Reise nach Hanoi. Nicht weniger als 15 Stunden dauerte die Zugfahrt. Wir wunderten uns beim Ticketkauf noch weshalb uns für die Fahrt tagsüber ein Liegewagen empfohlen wurde, denn auf der Karte sah es jetzt nicht so arg weit aus. Aber wir waren um so dankbarer der langen Fahrt bequem schlafen zu können und die Wahl zwischen Sitzen und Liegen zu haben. In Hanoi wussten wir die ideale Lage unseres Hotels sehr zu schätzen. Neben Restaurants jeder Preisklasse war auch der Green Lake, Nachtmarkt und weitere Sehenswürdigkeiten in Gehdistanz. An einem Nachmittag setzten wir uns kurz auf eine Bank im Park am Green Lake. Wir kamen nicht einmal dazu ein Getränk zu kaufen. Recht schnell schon wurden wir von Studenten umzingelt. Um Ihr Englisch zu verbessern und zu trainieren, versuchen zahlreiche Studenten sich mit den Touristen auszutauschen. Nach etwa 3 Stunden hatten wir unsere Lebensgeschichte einer gefühlten Schulklasse erzählt, hatten alle Fragen zu unserem Leben, unserer Reise und unserer Heimat geduldig beantwortet, dies jedem einzeln wohl verstanden. Wir lauschten dreimal der Geschichte des Green Lakes und erfuhren von wo unsere Gesprächspartner her kamen, was sie gerne machen und was ihre Ziele sind. Für uns war das eine spannende Erfahrung, wenn auch etwas anstrengend. Am letzten Tag genossen wir die schöne Natur. Jedoch nicht wie viele andere in der Halong Bucht, dafür war uns die Fahrt von 8 Stunden zu lange und zum Übernachten hatten wir keine Zeit mehr, daher entschieden wir uns für die trockene Halong Bucht. Unser Taxi fuhr uns in 2 Stunden zum Hua Lu Tempel, welcher von alten Ruinen und weiteren Tempeln umgeben ist. Der zweite Halt galt dem Tam Coc, wo wir per Velo die atemberaubende Landschaft erkundeten. Wir wurden immer wieder überrascht von Mutter Natur. In Hanoi beendeten wir unsere Zeit in Vietnam, welche wir sehr genossen haben. Mit der vielfältigen Landschaft, dem leckeren Essen und auch den entgegen ihrem schlechten Ruf doch meistens freundlichen und offenen Menschen haben wir ein weiteres asiatisches Land lieben gelernt.

Nha Trang - Hoi An - Hue

Donnerstag, 17.09.2015

Nha Trang gilt als der bekannteste Badeort an Vietnams Küste. Durch die Strassen schlendernd und auf russisch angesprochen zu werden, die Speisekarte auf Kyrillisch zu lesen (wenn man könnte) und überall alles kaufen zu können, erinnerte uns doch sehr an Patong, nur etwas ruhiger. Ein wenig Geschichte gönnten wir uns und besuchten den Po Nagar Cham, ein sehr alter und sehenswerter Hindu Tempel. Während dem Weg zurück zum Hotel genossen wir die Eindrücke der lokalen Geschäfte und Märkte. Der kilometerlange Sandstrand lud zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

Weiter ging es mit dem Zug nach Hoi An. Die Altstadt von Hoi An lockt viele Touristen an und dies ganz zu recht. Hoi An war eines unserer persönlichen Highlights in Vietnam. Die Altstadt mit seinen alten chinesischen Handelshäusern und der japanischen Brücke gleicht einem Freilichtmuseum. Die Altstadt, welche zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, hatte Glück und wurde vom Vietnamkrieg verschont. Vor allem am Abend entfalten die Gassen ihren vollen Charme. Überall leuchteten chinesische Lampions und am Fluss wurden Lichtschiffe zu Wasser gelassen. Da wir an einem Tag schlechtes Wetter erwischten, dank Taifun Ausläufer, organisierten wir uns kurzerhand einen Kochkurs. Nach den Kochkursen in Thailand und Kambotscha eine logische Fortsetzung.

Von Hoi An reisten wir mit dem Zug nach Hue weiter. Dies sehr bequem in einem 6er Schlafabteil, in welchem wir jedoch nur zu dritt waren. Zu Hue selber können wir nicht all zu viel sagen, wir waren nur eine Nacht dort und nutzten die Stadt eher als Stopover. Hue hat auf uns aber nicht den schönsten Eindruck gemacht. Die Messlatte war auch sehr hoch nach dem schönen Hoi An.

 Po Nagar in Nha Trang Po Nagar in Nha Trang Po Nagar in Nha TrangFinde den Fehler Hoi An Altstadt Hoi An Altstadt Hoi An Altstadt Den Angestellten des Hotels war es langweilig und so hatten sie uns netterweise begleitet Japanische Brücke Hoi An Altstadt Kochkurs in Hoi An En guete! Vietnamesischer Kaffee Kaffeepause mit Yatzy

Mui Ne

Freitag, 11.09.2015

Nach einigen Tagen mit etwas Regen in Sai Gon freuten wir uns auf Sonne und Meer in Mui Ne. Mui Ne ist bekannt für sein eher trockenes Mikroklima. Geschützt wird die Ortschaft durch die Sanddünen, welche den Ort umgeben. Mit einem offenen Jeep fuhren wir zu den Sanddünen. Sehr angenehm war es mit dem Fahrtwind in den Haaren oder um die Ohren an der Küste entlang zu fahren. Erstes Ziel war die weissen Dünen. Anschliessend standen die roten Dünen und Soui Tien, ein kleiner Fluss, welcher sein Weg durch die wunderschöne Sandsteinlandschaft sucht, auf dem Programm. Das beste, abgesehen vom schönen Canyon, war, dass der Fluss als Wanderweg diente. Dies hatten wir so auch noch nicht. War aber sehr angenehm. Im Flussbett lag Sandboden und eine nette Abkühlung umspühlte die Füsse. Ausser den Dünen und der Flusswanderung genossen wir natürlich auch den grossen Pool direkt am Meer.

Fischerboote in Mui Ne Hoch auf die weissen Dünen Weisse Dünen Weisse Dünen Weisse Dünen Rote Dünen Rote Dünen Fischsaucen Produktion Flusswanderung Flusswanderung Flusswanderung Flusswanderung

Sai Gon

Mittwoch, 09.09.2015

Mit dem Bus fuhren wir in 7 Stunden von Phnom Penh nach Sai Gon bzw. Ho Chi Minh City. Dank dem bereits organisierten Visum war die Einreise nach Vietnam ein Kinderspiel. Was interessant zu beobachten war, auch hier gab es im Niemandsland zahlreiche Casinos und Duty Free Shops. Krass war der Unterschied zu Kambotscha, wo die Menschen zwar in bedeutend einfacheren Verhältnissen leben, jedoch ihr Lachen und Kontaktfreude Ausländern gegenüber nicht verloren haben. Direkt nach der Grenze in Vietnam waren die Strassen einiges besser, die Häuser stabiler und grösser, aber die Menschen eher reserviert. In Sai Gon angekommen schnappten wir ein Taxi um unser Hotel zu erreichen. Dank frisiertem Taxmeter wurden wir schön gemolken und schworen uns ab sofort nur noch mit den beiden vertrauenswürdigen Unternehmen zu fahren. Am ersten Tag machten wir einen Stadtspaziergang bei 35 Grad. Ziel waren die Notre Dam Kathedrale, die Alte Poststelle und wir besuchten das Kriegsmuseum. Der nächste Tag startete etwas verkorkst. Wie jeden Tag montierte Bü seine Kontaktlinsen. Nur dieses mal war etwas nicht wie sonst, irgendetwas schmerzte abartig und rauskommen wollte die Linse auch nicht mehr. Nach 2 Stunden üben, fluchen und mit dem Gefühl als wäre einer Nadel im Auge, suchten wir eine uns empfohlene Klinik auf. Der Arzt sah gleich, dass etwas nicht OK war und höllische Schmerzen verursachte. Jedoch traute er sich nicht gross etwas am Auge zu machen. Nach einer halben Stunde warten auf einen Augenarzt kam der Bescheid, dass alle 3 Augenärzte nicht in der Stadt seien, so etwas muss halt auch an einem Sonntag passieren. Gemeinsam mit einem zweiten Arzt wagten sich die vietnamesischen Ärzte nochmals an das lädierte Auge. Zum Glück konnte die Kontaktlinse entlich entfernt werden und die Papierfusel ausgespült, welche den Schmerz verursachten. Nach einer Woche Nachbehandlung und einem Kontrollbesuch war das Ganze auch schon viel besser und das Auge hatte seine ursprüngliche Farbe zurück. Die Augengeschichte konnte uns nicht davon abhalten einen Restaurant Tipp von Chris nachzugehen. Es war ein Volltreffer und das Spanferkel war wirklich butterzart. Auch war das Organisieren der Zugtickets von Saigon bis nach Hanoi mit mehreren Zwischenstops eine richtige Herausforderungen, speziell wenn man sich nur mit Händen und Füssen verständigen konnte. Schlussentlich hat alles geklappt und wir hatten unsere 5 Zugtickets. Beinahe täglich besuchten wir den Oldmarket um Früchte und leckeres Essen zu kaufen. Was auch schnell zur Routine wurde, war der Besuch beim Saftladen in der Nähe unseres Hotels um einen leckeren Durian Smoothie zu geniessen.

Irgendwo darunter ist ein Fahrrad Auch nicht schlecht Saigon Post Saigon Post Notre Dam Eines der vielen schrecklichen Gesichter des Krieges im Museum Oldmarket Oldmarket Neuer Pirat in HCMC Spanferkel Dinner Spanferkel Dinner

Sihanoukville

Donnerstag, 03.09.2015

Von Kampot aus war es nicht mehr weit nach Sihanoukville, dem bekanntesten Badeort von Kambotscha. Die weissen Sandstrände waren toll und dank Low Season war auch die Zahl der Touristen sehr überschaubar. Anhand der Infrastruktur konnten wir uns gut ausmalen wie es dort in der High Season zu und her gehen muss. Ein wenig erinnerte uns Sihanoukville an Patong. Viele russische Gäste und in den Restaurants waren die Menukarten zusätzlich in kyrillisch geschrieben. Eine riesige Anzahl an Bars und Restaurants buhlten um die wenigen Besucher. Am Hauptstrand waren wir nur einen Nachmittag. Dieser war uns etwas zu sehr Ballermann lastig. Wir zogen den ruhigeren Otres Beach vor, welcher mit dem Tuk Tuk in 10 Minuten erreichbar war. So verbrachten wir einige Nachmittage am Otres Beach mit relaxen, lesen und Yatzy spielen. Auch nutzten wir die Woche um etwas an unserer Fitness zu arbeiten, also an der eigentlich nicht mehr vorhandenen Fitness. Wir schafften es dreimal in’s Gym zu gehen und der Muskelkater war selbstverständlich vorprogrammiert. Für Vietnam, unser nächstes Reiseland, benötigten wir noch ein Visum. Dies ist nicht ganz so bequem wie in den vorherigen Länder „on arrival“ zu bekommen. Das Visum muss bereits im Ausland organisiert werden. So besuchten wir das vietnamesische Konsulat und kämpften uns durch die Formulare. Einen Tag später konnten wir unsere Pässe mit den frischen Vietnam Visa darin abholen. Das ganze Prozedere war nicht so schlimm wie befürchtet. Somit waren die Weichen einmal mehr gestellt. Unser nächstes Ziel hiess Vietnam und die grobe Route wurde geschmiedet. Um die Reise etwas angenehmer zu gestalten, fuhren wir mit dem Bus zurück nach Phnom Penh. Dort machten wir für eine Nacht einen Stoppover. Für den nächsten Tag stand die Reise nach Saigon auf dem Programm. Vietnam here we come!

Keine Ahnung warum uns der Stier immer verfolgt... ... echt mysteriös Little Italy in Snook Yatzy Time! Vietnam, wir sind unterwegs!

 

Kampot

Donnerstag, 27.08.2015

Nach dem betriebsamen Phnom Penh erreichten wir das ruhige Kampot nach einer 2.5 stündigen Busfahrt. Kampot ist sehr beliebt bei Langzeitreisenden, Auswanderer und anderen Lebenskünstler. Das gemütliche Städchen am Fluss lädt zum verweilen ein und wir konnten recht gut nachvollziehen, dass viele Leute dort länger bleiben als geplant. Entsprechend hoch ist auch die Anzahl von westlichen Bars und Restaurants. Wir entschieden uns für drei Tage in Kampot und buchten unsere Weiterfahrt schon im vorraus. Die Gefahr für ein Hängenbleiben war also recht klein. Wir genossen die Ruhe und das familiäre Ambiente im Guesthouse. Wir buchten uns einen Fahrer, der uns zu einer der zahlreichen Pfeffer Farmen brachte. Kampot Pfeffer soll der beste Pfeffer auf der Welt sein. Dort wurde uns erklärt und gezeigt wo genau der Pfeffer wächst. Danach gab es einen Halt am Pier von Kep, dem südlichsten Punkt von Kambotscha. Dieser war jedoch wegen Wind und Regen nur von kurzer Natur. Was wir uns natürlich nicht entgehen lassen konnten, war ein Mittagessen am Krabben Markt von Keb. Dort sah man direkt hinter dem Markt wie die Krabben aus dem Meer gezogen wurden. In den Restaurants am Markt gab es zahlreiche Seafood Gerichte wie sie fangfrischer nicht sein konnten. Das erste mal Krabben essen war so eine Sache für sich. Wie bekommt man die Beine vom Körper? Wie kann man den Rückenpanzer entfernen? Und für was genau braucht man den Nussknacker? Nach einigen Anstrengungen inklusive Saucenspritzer genossen wir unser Essen. Also Krabbenfleisch ist schon recht lecker, aber für uns stand der Aufwand irgendwie nicht im Verhältnis zum Nutzen. Aber es gab noch Shrimps und Squid, was wir uns schon bedeutend gewohnter sind zu essen. Nach einem Erlebnis in einer Apotheke hatten wir herausgefunden, dass Kambotscha beliebt und bekannt zu sein scheint bei Personen mit Intresse an gewissen Substanzen. An der Kasse vor uns im Supermarkt mit Apotheke waren 2 Pärchen mitte Zwanzig. Die vier mussten recht krank gewesen sein, denn sie kauften eine nicht unwesentliche Menge an Medikamenten. Was uns seltsam vorkam war, dass alle 4 die selben Medikamente kauften. Und auf die Frage eines jungen Herren ob sie dies oder das auch noch hätten, kauften es alle vier auch noch dazu. Da war auch uns klar, dass die alle keine Erkältung hatten, sondern die verschiedenen Schachteln eher als Ergänzung zu den beiden Flaschen Whiskey gedacht waren. Einen Produktnamen hatten wir uns gemerkt und gegoogelt. Bingo, es war etwas, was man in Europa eher über einen Dealer bezieht als rezeptfrei in einer Apotheke. Scheinbar ist es bei Insidern bekannt, dass viele Partydrogen in Kambotscha rezeptfrei in Apotheken erworben werden können. Auch vielleicht mit ein Grund, dass so viele Aussteiger in Kampot gestrandet sind? Ein Schelm wer böses dabei denkt.

Frische Nudeln Kampot Style Kampot Pfeffer Kampot Pfeffer Kep Krabben Markt Kep Krabben Markt Kep Krabben Markt Kep Krabben Markt Kep Krabben Markt

Phnom Penh

Montag, 24.08.2015

Nach 6 Stunden im Bus erreichten wir die Hauptstadt Kambotschas. Unser Hotel lag direkt am Mekong und bot einen idealen Platz um das pulsierende Leben auf der Strasse zu beobachten. Was man hier sehr deutlich zu spüren bekam war die Armut. Viele Menschen mussten ihren Alltag auf der Strasse bestreiten und wohnten in kleinen Seitengassen oder mit der ganzen Familie auf kleinen Holzbooten. Am liebsten würde man jedem Geld in die Hand geben, jedoch sollte man vor allem Kindern kein Geld geben. So versuchten wir eher Essen als Geld zu geben. Um uns zur tragischen Geschichte des Landes unter dem Regime der Roten Khmer ein besseres Bild machen zu können, besuchten wir das Toul Sleng Genozid Museum. Das ehemalige Schulareal wurde 1975 -1979 von den Roten Khmer als Gefangenenlager benutzt. Um von den Gefangenen ein Geständnis, obwohl sie nichts gemacht hatten, zu bekommen wurden die Inhaftierten monatelang gefoltert. Oftmals wurden die Menschen zu Tode gefoltert oder sie verhungerten. Wer etwas gestand, wurde in ein Massenvernichtungslager gebracht. Von 17'000 Gefangenen verliessen Toul Sleng nur 12 Personen lebend. Das Foltergefängnis war nur eines von 150 im ganzen Land. Zum Ausgleich besuchten wir am Tag darauf das Phnom Tamao Wildlife Rescue Center, welches schlecht gehaltene Wildtiere aufpäppelt und falls möglich wieder auswildert. Der ganze Park war riesig gross und kaum alles zu Fuss zu bewältigen. Die gepflegten Arten wie Vögel, Raubkatzen, Primaten, Bären und Elefanten werden hier gut umsorgt. Nach dem Genozid Museum sind die Killing Fields wohl das zweite was sich man sich zu dem Thema in Phnom Penh ansehen sollte. Die Geschichte dahinter war schrecklich und beklemmend. Unter der Herrschaft der Roten Khmer wurden ca. 2 Mio. Menschen umgebracht, dies war damals ein Viertel der Landesbevölkerung. Per LKW wurden die Menschen zu einem der 300 Killing Fields im Land gebracht und umgebracht. Es wurden alle gebildeten Menschen umgebracht, aber es reichte auch aus nur schon eine Fremdsprache zu beherrschen, eine Brille zu tragen oder etwas anderes als ein handwerklicher Beruf auszuüben. Wurde eine Person verdächtigt eine Gefahr für das Regime zu sein, wurde die komplette Familie der Person ausgelöscht. Aus Kostengründen wurden die Gefangenen mit roher Gewalt, Äxten, Messer oder mit Stöcken erschlagen. Viele wurden auch lebendig begraben. Noch heute sind die Massengräber deutlich zu erkennen. Im Gebiet der Gräbern kommen heute noch Kleider, Knochen und Zähne an die Erdoberfläche. Nicht nur ein wenig, sondern richtig viel und überall, dies war sehr verstörend zu sehen. Dies zeigt in welchem Ausmass hier gemordet wurde. Als ob dies noch nicht schlimm genug gewesen wäre, setzt der Killing Tree nochmals eine ganz ander Marke der Grausamkeit. Der mächtige Baum wurde benutzt um kleine Kinder und Babies zu erschlagen. Die Geschichte von dem Audioführer zu hören war schon traurig genug, aber alles auch zu sehen und hautnah zu erleben, war sehr schwierig und lässt einem sehr nachdenklich zurück. Was Muay Thai für Thailand ist, ist Khun Khmer für Kambotscha. Nur sollte man nicht den Fehler begehen und Khun Khmer als Thaiboxen zu bezeichnen. Da verstehen die Kambotschaner keinen Spass. Jede Woche finden bis zu 80 Kämpfe statt und werden im ganzen Land live ausgestrahlt. Das grösste Fernsehstudio steht in Pnohm Penh. Die Kämpfe werden Samstag und Sonntag ausgetragen und der Eintritt ist frei. Dementsprechend gross war der Andrang und für Sitzplätze waren wir definitiv zu spät. Aber wir kamen bis 3 Meter an den Ring heran und konnten so die Kämpfe hautnah mitverfolgen. Da es sich um eine Live TV Produktion handelt sind Alkohol und Sportwetten verboten, ganz anders als wir dies in Thailand erlebt hatten. Die Stimmung war aufgeheizt und die Kämpfe allesamt spannend und intensiv. Dies waren definitiv keine Show Kämpfe, es ging richtig zur Sache. In einem Kochkurs waren wir natürlich auch noch. Dies steht bei uns in jedem Land auf dem Pflichtprogramm. Die Kambotschanische Küche steht etwas im Schatten der Thai Küche, hat aber sehr viel zu bieten und hatte uns positiv überrascht. Unser Fazit nach einer Woche Phnom Penh war zwiegespalten. Wir dachten schon so einiges gewohnt zu sein und auch gesehen zu haben. Aber die Hauptstadt übertraff an Armut und Chaos alles was wir bis jetzt erlebt hatten. Da war Bangkok im Vergleich fast schon geordnet und sauber. Noch nirgends in Südostasien wurde uns wirklich gross Drogen angeboten. In Phnom Penh will dir jeder zweite Tuck Tuck Fahrer Drogen verkaufen. Und nicht nur Gras, sondern das ganze harte Programm. Aber auch hier waren die Menschen wie in ganz Kambotscha recht zufrieden, offen und sehr herzlich.

Wat Phnom Wat Phnom Im Tuk Tuk Vorort von Phnom Penh Tennis und Fitness Stunde vor dem Mekong  Gang im Foltergefängnis Killing Fields Killing TreeAbendstimmung Auf der Strasse kann es staubig werden Bei weitem sind nicht alle Strassen geteert Im Kochkurs Kleine Vorspeise

Siem Reap

Montag, 17.08.2015

Nach der eher anstrengenden Angkor Zeit musste Jaci einen Tag pausieren um ihre Erkältung auskurieren. Ja auch das gehört dazu. Man ist nicht immer top fit und so eine Klimaanlage Erkältung fängt man sich schneller ein als einem lieb ist. Mit neuen Kräften starteten wir tags darauf mit wohl zu grossen Erwartungen in unseren Ausflug zum Tonle Sap See. Der grösster See Südostasiens hat während der Trockenzeit eine Fläche von 2700km2, das ist 30x so gross wie der Zürichsee. Während der Regenzeit wächst der See nochmals um das 5 fache an. Nach einer längeren Tuk Tuk Fahrt über Stock und Stein wurden wir an einem Touristenbootsanlger ausgeladen. An der Kasse wurden wir innert Sekunden um 40 Dollar erleichtert. Schon sehr viel, aber die Bootstour sollte auch 90 Minuten dauern. Leider war die Fahrt schon nach 40 Minuten beendet. Zu sehen gab es ein schwimmendes Dorf, welches je nach Jahreszeit entweder am Seeufer oder an der Flussmündung geankert steht. Und natürlich den unendlich grossen See. Der Tonle Sap See war wirklich riesig, man hatte eher den Eindruck auf dem Meer zu sein. Weit und breit war kein Land in Sicht. Am Tag darauf wollten wir eine Tierauffangsstation besuchen, welche verletzte und schlecht gehaltene Wildtiere aufnimmt und wenn möglich wieder auswildert. Die 1.5 stündige Tuk Tuk Fahrt war herrlich. Grüne Reisfelder mit Wasserbüffeln und beschauliches Landleben so weit das Auge reichte. Als wir das Tor zur Auffangstation erreichten, wurden wir enttäuscht. Das Tor war abgeschlossen und ein Schild mit "Sunday closed" hing dran. Kurz auf dem Handy nachgesehen was wir denn für einen Wochentag hatten, natürlich Sunday. Sich dem Konzept der Wochentage zu entledigen kann Vorteile wie auch Nachteile haben. Auf dem Rückweg besuchten wir das Landminen Museum, welches einem eindrücklich näher bringt welche Gefahr auch heute noch im Boden lauert und wieviel Leid der Bevölkerung in Vergangenheit angetan wurde. Mit einem Audioguide hatten wir viel zum Thema Landminen in Kambotscha erfahren und waren tief beeindruckt von den Menschen, die täglich ihr Leben riskieren um das Land von den menschenverachtenden Waffen zu befreien. Nach einer Woche in Siem Reap mit seinen schönen Angkor Tempelanlagen ging es für uns weiter nach Phnom Penh, der Hauptstadt von Kambotscha.

Schwimmende Turnhalle Dorf auf dem Wasser Schule Leben auf dem Fluss Tonle Sap See Tonle Sap See Lotus Farm Landminen Museum Landminen Museum

Angkor What?

Freitag, 14.08.2015

Mit dem Bus fuhren wir in 6 Stunden von Battambang nach Siem Reap. Die Stadt ist bekannt für die nahe gelegenen Tempel von Angkor, die bekannteste Sehenswürdigkeit von Kambotscha. Vielen ist nur der Angkor Wat ein Begriff, auch wir hatten vor der Reise gedacht es handelt sich bloss um einen Tempel. Etwas mehr mit der Materie befasst wurde uns klar, dass es sich um viele verschiedene zum Teil recht grosse Tempelanlagen handelt, die in einem riesigen Gebiet verstreut liegen. Scheinbar sollen bis 1000 Tempel zu Angkor zählen. Vom 9. bis 15. Jahrhundert galt Angkor als Zentrum des Khmer Königreiches. Der Eintritt zu den Tempel ist für kambotschanische Verhältnisse alles andere als preiswert. Man hat die Qual der Wahl zwischen einem 1 Tag, 3 Tages oder gar 7 Tages Pass. Wir hatten für uns nicht den Anspruch alle Tempel zu sehen, aber die schönsten sollten schon dabei sein und alle wollten wir definitiv nicht an einem Tag reindrücken. Da wir zeitlich keine Hektik hatten, entschieden wir uns für einen drei Tages Pass. Somit konnten wir uns für jeden Tempel beliebig Zeit lassen. Unser Tuk Tuk Fahrer fand es am ersten Tag etwas merkwürdig, dass wir nach 2 grossen Tempelanlagen schon wieder ins Hotel zurück wollten. Aber nach 5 Stunden Besichtigung und geschätzten 4 Liter Flüssigkeitsverlust, die Hitze und Luftfeuchtigkeit war hammerhart, freuten wir uns nur noch auf eine Abkühlung im Pool. Am ersten Tag besuchten wir natürlich den Angkor Wat, die Hauptattraktion gleich zu Beginn. Im ersten Moment waren wir, abgesehen von der Menschenmenge und der Grösse der Anlage, nicht speziell beeindruckt. Der wow-Effekt wollte sich noch nicht so richtig einstellen. Da wir auf unserer Reise schon einige Tempelanlagen aus der selben Zeitepoche gesehen haben, waren wir nicht mehr so einfach zu beeindrucken. Speziell wenn man bereits den Borobudur auf Java gesehen hat, der für uns immer noch schönste Tempel. Gemütlich schlenderten wir durch die Gänge und umgingen die grossen Reisegruppen. 1 Stunde anstehen um den höchsten Punkt am Angkor Wat zu besteigen? Nein danke, das versuchen wir später nochmal oder gar nicht. Wir fanden immer mehr interessante und schöne Wandreliefs. Nach 2 Stunden waren wir müde und durchgeschwitzt. Speziell freuten wir uns auf den Fahrtwind im Tuk Tuk. Der zweite Halt galt dem Ta Phrom, den viele aus dem bekannten Tomb Raider Film mit Angelina Jolie kennen. Bei Ta Phrom wurde gerade soviel restauriert, dass dieser für Besucher sicher zu begehen ist. Hier ist sehr beeindruckend zu erleben wie die Natur von Menschen erschaffenes wieder zurückerobert. Für uns war Ta Phrom eines der Highlights in Angkor. Die von den den Urwaldriesen umrankten Mauern sind einfach atemberaubend schön. Am zweiten Tag starteten wir mit dem Bayon Tempel, welcher Teil der weitläufigen Angkor Thom Anlage ist. Dieser weisst wie einige andere Tempel seiner Zeit sowohl Buddhistische wie auch Hinduistische Merkmale auf. Der Tempel mit seinen 200 grossen Gesichter stand anscheinend auf Platz 2 der vielen, zumeist chinesischen, Reisegruppen. Denn von dem Tempel selbst sahen wir sehr wenig. Überall standen sie mit übergrossen Hüten, Sonnenschirmen und Selfistangen. Gedrängel und unfreiwilligen Körperkontakt bei der tropischen Hitze muss nicht sein. Wahrlich kein Vergnügen für uns und wir flüchteten nach wenigen Minuten. Sehr schade, der Tempel war überaus sehenswert, aber unter den gegebenen Umständen gar kein Genuss. Wir entschieden uns es später oder am nächsten Tag nochmals zu versuchen. Beim Angkor Wat hatte es auch sehr viele Leute, aber durch die riesen Anlage verteilten sich die Besucher recht gut und man konnte gut auf ruhigere Bereiche ausweichen. Beim Bayon hingegen war dies nicht möglich. Alle bestiegen den Tempel um sich anschliessend auf den Füssen rumzustehen und zu drängeln. Anschliessend besuchten wir den Phrea Khan. Dieser war vorübergehend die Hauptstadt des Khmerreichs, bis zur Fertigstellung von Angkor Thom. Ähnlich wie die Tempelanlage, welche Lara Croft betrat, machte auch der Phrea Khan einen sehr ursprünglichen Eindruck, sehr zu unserer Freude. Jedoch weniger bekannt als der Tomb Raider Tempel, somit bedeutend weniger Touristen. Den dritten Tag starteten wir mit einem kurzen Besuch am Ta Phrom. Wir wollten den Tempel nochmals im Morgenlicht besuchen und hofften auf etwas weniger Besucher. Nix da, am frühen Morgen waren sogar noch mehr Leute da, als am Vortag am Nachmittag. Aber es lohnte sich allemal. Der Tempel mit seinen vom Urwald überwucherten Mauern ist einfach eine Augenweide. Danach brachte uns unser TukTuk Fahrer noch zu einer handvoll Tempel, welche zu jeder Tagestour dazugehören. Diese waren alle etwas kleiner und standen etwas im Schatten der grossen Highlights von Angkor. Und als Dessert genossen wir die 200 Gesichter des Bayon Tempels nochmals. Der zweite Besuch stellte sich als Volltreffer heraus. Keinen Vergleich zum Gedränge am Vortag. Scheinbar waren alle noch am Mittagessen, so hatten wir den Tempel fast für uns. Es ist schon erstaunlich was die Umstände ausmachen können, jetzt versprühte der Tempel seine ganzen Charme und der Besuch war ein Hochgenuss. Wir liessen die letzten Eindrücke auf uns wirken und hatten viel Zeit um gute Fotos zu machen. Die 3 Tage bei Angkor waren um und wir waren nach 15 Stunden Besichtigung etwas ausgepowert. Nur zum einen kleinen Eindruck der Weitläufigkeit der Anlagen zu geben: wir hatten sonst noch nirgends freiwillig auf unsere geliebten Flipflops verzichtet. Die 3 Tage Angkor bestritten wir jedoch in Turnschuhen und waren heilfroh darüber, dass jeder wenigstens 3 Paar Socken dabei hatte. Angkor ist definitiv eine Reise wert und wird nicht zu unrecht als eine der Top Sehenswürdigkeiten der Welt gehandelt. Der Angkor Wat selber war sehr schön, jedoch waren bei uns eher der Bayon und der Ta Phrom im Rennen um Platz 1. So, Zeit für ein Bier im Angkor What?

Angkor Wat Angkor Wat Angkor Wat Angkor Wat Angkor Wat Angkor Wat Ta Phrom Ta Phrom Ta Phrom Ta Phrom Ta Phrom Königsterasse Angkor Thom Königsterasse Angkor Thom Preah Khan Preah Khan Preah Khan Preah Khan Preah Khan Preah Khan Bayon Angkor Thom Bayon Angkor Thom Bayon Angkor Thom Bayon Angkor Thom Bayon Angkor Thom Bayon Angkor Thom Ta Phrom Ta Phrom Ta Phrom Tuk Tuk Angkor Wat Ta Phrom Bayon Ta Phrom Lara Croft Tom Raider

Battambang

Montag, 10.08.2015

Nach der langen Reise gönnten wir uns am nächsten Tag eine Mütze Schlaf und begaben uns anschliessend auf einen kurzen Ausflug. Erster Halt war bei einer Krokodilfarm, ja das gibt es wirklich! Da man die Echsen weder reiten noch melken kann, werden sie zu Handtaschen, Gürtel und Schuhen verarbeitet. Das "Abfallprodukt" Fleisch wird eher selten von den Khmer verspiesen, denn der Export nach China ist lukrativer. Auf dem Rückweg stoppte der TukTuk Fahrer bei einem Wohnhaus. Look! Look! In Handarbeit wurden dort Reisnudeln hergestellt. Diese seien nur einen Tag haltbar, werden bis mittags hergestellt und nachmittags verkauft. Natürlich mussten wir die Nudeln probieren. Frische Nudeln mit Fischsauce, Limette und Chili, sehr lecker! Am zweiten Tag in Battambang starteten wir erst gegen Mittag, da das eigentliche Spektakel erst am Abend stattfinden würde. Auf dem Weg zum einzigen Winzer in Kambotscha wurde uns gezeigt wie hauchdünnes Reispapier für Frühlingsrollen hergestellt wird. Wie auch schon bei den Reisnudeln wurde auch hier alles im Familienbetrieb in mühseliger Handarbeit hergestellt. Einmal mehr wurde uns bewusst, dass hier restlos alles verwendet wird. Die während der Produktion anfallenden Reishülsen werden zum Anfeuern der Feuerstelle verwendet. Und die Asche der Hülsen wird auf den Reisfeldern verteilt um den Boden zu düngen. Die Frühlingsrollen schmeckten sehr gut und frische d.h. nicht fritiert sogar noch gesund. Nach kurzer Weiterfahrt probierten wir Klebreis, welcher in Bambusstangen über dem Feuer gekocht wird. Der Nase nach fanden wir eine Fischfabrik der besonderen Art. An der Sonne wurde der Fisch getrocknet und unter dem Dach wurde Fischcake, Fischkäse und Fischsauce hergestellt. Ganz nach dem Motto: je übler der Gestank, um so besser der Geschmack. Abends erreichten wir das eigentliche Ziel unseres Ausflugs und nutzten die Wartezeit bis zum Flug der Fledermäuse für unser Nachtessen. Und dann ging es los. Wie schwarze Wolken flogen abertausende Fledermäuse aus ihrer Schlafhöhle um über den Reisfeldern nach Insekten zu jagen. Nach den ersten Tagen in Kambotscha stand für uns fest, dass wir die Khmer und ihr Land sehr mochten und freuten uns sehr auf weitere Eindrücke.

Reisnudeln werden gepresst... ... und gewaschen Sehr lecker! Reis in Bambusstangen über dem Feuer Im Reis sind noch Bohnen Zum Essen wird der Bambs runtergeschält Fischkäse, sehr geruchsintensiv Fisch wird an der Sonne getrocknet Reisblätter werden hergestellt und an der Sonne getrocknet und zu frischen Frühlingsrollen verarbeitet Schlafende Flughunde Die Fledermäuse verlassen die Höhle Der ganze Himmel ist voll Über den Reisfeldern wird nach Futter gesucht

Bangkok - länger als geplant

Freitag, 07.08.2015

Der Rückflug von Flores nach Bali war etwas holprig. Was auch nicht anders zu erwarten war bei Regen und dies in einer kleinen Propeller Maschine. Gut gelaunt und mit der Absicht am Abend noch die Strassen von Denpasar zu erkunden, warteten wir auf unser Gepäck vor dem Förderband. Bis wir von einem Flughafenarbeiter angesprochen wurden: "Wenn Ihr Name auf dem Zettel steht, dann ist Ihr Gepäck nicht mitgekommen und befindet sich noch in Labuan Bajo." Na Super, nach dem x-ten Flug musste dies ja irgendwann einmal passieren! Jackis Name stand auf dem Zettel aber Michaels Gepäck fehlte. Am Schalter erfuhren wir, dass das Gepäck mit dem nächsten Flug auf Bali landen würde. Das Gepäck würde am nächsten Tag um 15:00 in Bali ankommen. Nur blöd, dass unser Flug von Bali nach Bangkok schon am nächsten Tag am Mittag war. Somit mussten sie uns das Gepäck nicht nur nach Bali, sondern anschliessend auch noch nach Bangkok nachsenden und dies mit zwei verschiedenen Airlines. Genau noch soviel Kleider besitzend wie am Körper getragen, waren wir nicht ganz sicher ob wir das Gepäck jemals wiedersehen werden. Den grossen Mann in Bangkok komplett neu einzukleiden sahen wir schon als Film vor unseren Augen. Nur seine Kleidergrösse existiert in Asien irgendwie nicht, das wäre ein Alptraum. In Bangkok angekommen nutzten wir eine Expresswäscherei um die Ecke damit Michael seine Kleider nicht 3 Tage tragen musste, sondern nur zwei. Am Tag darauf fuhren wir mit dem Zug zum Flughafen und durften freudestrahlend unser Gepäck empfangen. Herzlichen Dank Garuda Indonesia und Thai Airways. Eigentlich waren nur ein paar Tage in Bangkok geplant um dann weiter nach Kambotscha zu reisen. Es wurden am Schluss fast zwei Wochen daraus. Schuld war nicht das Gepäck, sondern unplanmässiger Ärger mit unserer Kreditkarte. Irgendjemand versuchte mehrmals verschiedene Beträge nach England zu überweisen mit einer unserer Kreditkarten. Wir wurden von der Bank gezwungen diese zu sperren und eine neue auszulösen. Uns nur noch auf unsere Amex Karte zu verlassen war keine Option, da diese so gut wie kein Hotel in Asien annehmen wollte. Die Ersatzkarte wurde mit DHL nach Thailand geschickt. Dies dauerte an die 10 Tage. Den unerwartet langen Aufenthalt in unseren zweiten Heimat verkürzten wir mit knallharten Thaibox Trainings, ein bisschen Ausdauer Training im Hotel, zwei Konzerte im Rock Pub, Restaurant Empfehlungen nachzugehen, Kinobesuch und unsere gesamten Kleider zu waschen. Am meisten Spass hatte uns das Thaibox Training gemacht. Bis dahin hatten wir nur Kämpfe angeschaut, aber nie selber die Boxhandschuhe angezogen. Bei tropischen 32 Grad waren die 1.5 stündigen Trainings brutal anstrengend. Jeden Tag wiederholte sich unsere Frage an der Rezeption nach einem Brief für uns. Zweimal mussten wir unser Zimmer verlängern und als wir schon fast nicht mehr daran glaubten, kam die Karte doch noch an. Um 05:50 fuhren wir mit dem Zug aus Bangkok in Richtung der Grenze. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen wir einmal mehr unsere zweite Heimat. Kambotscha, here we come!

Mit dem Zug fuhren wir 6.5 Stunden nach Aranyaprathet, die Stadt an der Grenze. Mit dem Tuk Tuk ging es weiter an den Grenzübergang. Gratis und ohne Umstände waren wir aus Thailand ausgereist. Zu Fuss, mit viel Papierkrieg, langen Wartezeiten und 60$ ärmer kamen wir nach gut 2 Stunden in Kambotscha an. Es folgte eine 3 stündige Busfahrt und eine weitere Fahrt im Tuk Tuk. Später am Abend erreichten wir endlich unser Hotel in Battambang.

Wiedersehen macht Freude Thai Food hatten wir schwer vermisst Fischköpfe hatten wir so auch noch nicht. Aber besser als es tönt... Zu allem entschlossen Kicks müssen wir noch etwas üben Erledigt nach 1.5h Training Stolze Kämpferin Zugfahrt an die Grenze Sawadee khap Thailand einmal mehr Zu Fuss im Niemandsland Hello Cambodia!

Komodo

Donnerstag, 30.07.2015

Die dritte und wahrscheinlich für längere Zeit letzte Tauchsafari startete von Labuan Bajo auf Flores aus in Richtung Komodo Nationalpark. Für vier Tage bezogen wir unsere Koje auf dem schönen Segelboot Jaya gemeinsam mit neun weiteren Tauchfreaks. Da wir erst um 14:00 ablegten, gab es nur einen gemütlichen Checkdive. Beim ersten Abtauchen fanden wir das Riff nicht und tauchten 5 Minuten im Blauwasser gegen die Strömung, bevor der englische Guide die Übung abbrach und wir für einen zweiten Absprung zurück auf das Boot zurückkehrten. Auch ein erfahrener Instructor kann sich vertauchen. Am zweiten Tag wurden wir um 6:30 geweckt und kurz nach 7 Uhr tauchten wir auch schon ab in einen Unterwasser Kanal. Man konnte sich von der Strömung über die herrliche Landschaft treiben lassen. Den zweiten Tauchgang genossen wir am Castle Rock, welcher bis zum Schluss fast nicht zu toppen war. Wir sahen unter anderem super intakte Korallen in einer riesigen Artenvielfalt, riesen Fischschwärme, 14 Whitetip Sharks, Schildkröten und einen Grauen Riffhai der kurz um uns ein Kurve zog. Während des Nachttauchgangs zeigten sich jagende Moränen, wir wurden von einem grossen Feuerfisch begleitet der auf Futter hoffte, schlafende Schildkröten und ein grosser Frogfisch. Am dritten Tag durften wir bis 7:00 ausschlafen. Während den drei Tauchgängen sahen wir Wasserschlangen, Adlerrochen, Napoleons, jede Menge Schildkröten, Bambus- und Schwarzspitzen Haie und die ersten beiden Mantas auf der Tour. Abends wurden wir auf eine kleine Insel gefahren und wir konnten den Sonnenuntergang an einem herrlichen weissen Sandstrand geniessen. Was Jacki ganz cool fand war,  dass der Strand einen pinken Schimmer hatte! Denn neben dem weissen Sand vermischten sich kleine und grössere rote Korallen Stücke. Den letzten Tag begannen wir mit einem abgefahrenen Manta Tauchgang. Ganze 40 Minuten durften wir die tanzenden Mantas über der Putzerstation beobachten. Sogar beim Ausstieg auf das Beiboot segelten noch Mantas unter dem Boot durch. Bevor die Jaya zurück nach Labuan Bajo steuerte, durften wir auf der Insel Rinca die berühmten Komodo Drachen besuchen. An die 10 kleinere und mittlere Exemplare erblickten wir laufend, fressend oder schlafend. Ein ausgewachsenes Weibchen versperrte uns den Weg, so dass wir durch ein Bachbett ausweichen mussten. Jedoch blieben uns viele Riesendrachen verborgen, was aber üblich ist während der Paarungszeit. Wir genossen die Zeit auf der Jaya sehr, viel zu schnell vergingen die Tage. Mit unzähligen neuen Eindrücken über und unter Wasser, gut erholt und doch müde, mit neuen Freunden und dem Entschluss nicht das letzte mal in Komodo gewesen zu sein, kamen wir in Labuan Bajo an und fielen glücklich ins Bett. Unser Monat in Indonesien neigte sich langsam dem Ende entgegen. Ganz ehrlich wir hatten Indonesien unterschätzt. Nie hätten wir gedacht, dass es uns so gut gefallen würde. Wir waren begeistert von den Vulkan Landschaften, der Natur über und unter Wasser, der Kultur, den netten Menschen und den unzähligen Sehenswürdigkeiten. Indonesien hat so viel mehr zu bieten als "nur" Bali. Es gäbe noch so viel mehr zu entdecken in Indonesien, aber es zog uns weiter. Oder besser zurück, zurück in unsere alte Heimat.

Jaya Ready! Weisspitzen Riffhai Makrelenschwarm Die Mantas kommen Tanz der Mantas Jaya Manta am Strand Roter Sand Sonnenuntergang auf Komodo Ausflug Rinca Island Oh Oh! Komodo Drachen Komodo Drachen Adultes Weibchen versperrt den Weg

Flores

Dienstag, 21.07.2015

Mit einer kleinen Propellermaschine ging es, nach einer Zwischenlandung in Ende, weiter nach Labuan Bajo. Es war ein richtiger Provinzflughafen und sehr übersichtlich. Der Vorteil natürlich man war sehr schnell durchgeschleust und schwupps sassen wir im Taxi. Der Tourismus in Labuan Bajo steckt noch in den Kinderschuhen, dies merkte man relativ schnell. Erst seit vor paar Jahren der Flughafen für grössere Maschinen ausgebaut wurde, kommen die Touristen in grösseren Zahlen. Das Stadtbild prägen eher junge Backpacker. Labuan Bajo erinnerte mich immer etwas an den Wilden Westen so vom Stil her. Eine Unterkunft mit gutem Preis/Leistungs Verhältnis zu finden war nicht ganz einfach. Entweder waren die Unterkünfte recht teuer oder dann günstig mit ganz schwachen Bewertungen. Für die erste Nacht entschieden wir uns für etwas preiswertes. Dank der schlechten Bewertungen waren unsere Erwartungen entsprechend und wir wurden nicht enttäuscht. Im Wettkampf um das schlechteste Zimmer unserer Reise spielt es definitiv um den ersten Platz. Es war ja nur für eine Nacht, aber wir schworen uns, dass wir nach der Tauchsafari nicht in das Hotel zurückgehen werden. Nur gutes können wir von den Restaurants in Labuan Bajo sagen. Im Ort waren richtig gute italienische Restaurants. Zwei davon hatten wir besucht und die waren hervorragend. So gute Pasta und Pizza hatten wir schon schon lange nicht mehr. Um Flores zu erkunden buchten wir uns einen Fahrer und machten einen Tagesausflug. Der erste Fahrer strapazierte unsere Nerven bis auf das Äusserste. Nach unserer Bitte fuhr er dann etwas langsamer. Zum Glück wechselte auf halber Strecke der Fahrer, scheinbar war der erste nur eine Aushilfe. Mit dem Inhaber des Autos ging die Fahrt dann entspannter von statten. Es war sehr interessant das Landleben auf Flores zu sehen. Die Menschen auf Flores leben, auch für indonesische Verhältnisse, sehr einfach. Nirgends in Asien hatten wir so viele Menschen zu Fuss gehen sehen. Die wenigsten schienen ein Motorrad zu besitzen und Trinkwasser wurde über grosse Distanzen getragen. Unser erstes Ziel war das Todo Dorf. Der letzte Abschnitt des Weges war sehr abenteuerlich und wir waren froh nicht selber fahren zu müssen. Todo war früher das Zentrum des Manggarai Königreiches. Wir wurden sehr nett mit einem Flores Kaffee begrüsst. In Sarongs gekleidet konnten wir die traditionellen Häuser besichtigen. Auf der Rückfahrt kletterten wir noch auf einen Aussichtspunkt mit schöner Aussicht auf die Reisfelder. Mit 9 Stunden reiner Fahrzeit war der Ausflug recht anstrengend und in Relation zum Gesehene war die Fahrt zu lange. Schlussentlich waren wir müde und froh wieder heil in Labuan Bajo zurück zu sein. Bald würde unsere Tauchsafari starten und wir freuten uns auf den Komodo Nationalpark.

Sunset Labuan Bajo Sunset Labuan Bajo Todo Village Todo Village Todo Village Reisfelder Abendessen in Labuan Bajo

Sanur nach Ost Timor

Montag, 20.07.2015

Nach der kurzfristigen Buchung der Tauchsafari im Komodo Nationalpark ging es bei uns etwas drunter und drüber. Wir wollten noch ein paar Tage in Südbali verbringen und bei Nusa Penida die Mondfische suchen gehen. Anschliessend war geplant von Bali nach Flores zu fliegen. In Sanur, dem ältesten Badeort der Insel, angekommen merkten wir, dass die Hochsaison im vollen Gang war. Halb Australien war am Strand von Sanur anzutreffen, so kam es uns jedenfalls vor. Am einzigen Tag, welcher für einen Tauchausflug in Frage kam, bekamen wir leider keine Plätze für nach Nusa Penida. So verschoben wir die Mondfische auf später oder ein anderes Mal. Wir genossen das Strandleben in Sanur und merkten langsam, dass es betreffend dem Flug nach Flores nicht ganz so funktionierte wie erhofft. Direktflüge mit Garuda waren bis zum Start der Tauchsafari ausgebucht. Möglich waren noch Flüge mit Airlines, die in Europa auf der schwarzen Liste stehen oder einen Umweg in Kauf zu nehmen. Nach längerem hin und her buchten wir bei Garuda einen Flug nach Kupang in Ost Timor. Von da dann weiter nach Flores. Dass es uns einmal nach Timor verschlägt, hätten wir auch nicht gedacht. So nahe an Australien waren wir noch nie. Von Timor konnten wir fast nach Australien rüberschwimmen, hatten wir jedenfalls das Gefühl. In Kupang genossen wir ein Abendessen am Strand im einzigen Steakhouse. Es war auch das einzige Restaurant, welches Sonntags geöffnet hatte. Tags darauf bestiegen wir den Flieger nach Labuan Bajo auf Flores. Komodo wir kommen!

Sanur Sanur Sanur Sanur Sanur Sonnenuntergang in Kupang Kupang Auf nach Komodo! Die ersten Inseln sind schon zu sehen

Eat Pray Love in Ubud

Freitag, 17.07.2015

Von Lovina ging es weiter nach Ubud. Viele Sehenswürdigkeiten sind in und um die Stadt zu finden und so ist es nicht verwunderlich, dass Ubud bei Touristen sehr beliebt ist. Für uns war es das Zentrum des "Eat Pray Love Tourismus", irgendwie war Yoga, Spa und andere spirituelle Angebote allgegenwärtig. Auf dem Weg nach Ubud konnten wir den Pura Ulun Danu Tempel besuchen sowie den Botanischen Garten von Bedugul geniessen. Die Bezeichnung Garten täuschte etwas. Grosser Park in dem die meisten Leute mit dem Auto von A nach B fuhren, da der Park so weitläufig war, wäre treffender. Am schönsten waren die Teiche mit blühenden Seerosen und auch der Orchideen Pavillon war sehenswert. Es waren wilde Orchideen aus ganz Indonesien, welche auch für die Floristin noch unbekannt waren. Den ersten ganzen Tag in Ubud nutzten wir um wieder einmal ein Fitnesscenter zu besuchen. Um nach dem anstrengenden Training zu entspannen, gönnten wir uns eine balinesische Massage. Dies war zumindest der Plan. Die ersten 60 Minuten Fussmassage waren so schön, dass man direkte hätte einschlafen können. Die folgenden 90 Minuten Körpermassage hatte es jedoch in sich. Wir wurden so stark durchgeknetet, dass der Muskelkater der Massage noch zwei Tage später spürbar war. Während unserem Besuch war Galungan, der wichtigste balinesiche Feiertag. Am Galungan Tag wird der Sieg von Gut über Böse mit zahlreichen Opfergaben gefeiert. Die Strassen, Autos und Motorräder wurden geschmückt, zusätzliche Opferaltare aufgestellt und die Einwohner waren alle sehr festlich gekleidet. Während des Festes machten wir einen Tagesausflug. Zuerst besuchten wir Pura Gunung Kawi. Der Bestattungstempel von König Udayana wurde im 11 Jh. in die Felswände der steilen Schlucht des Pakrisan Fluss gemeisselt. Danach besuchten wir die Heilquellen von Pura Tirta Empul. Die Quellen wurden von der Gottheit Indra im Kampf gegen die Dämonen erschaffen. Die Quellen sind bei den Balinesen sehr beliebt, ihnen werden heilende Kräfte nachgesagt. An den Feiertagen war ausserordentlich viel los um die Wasserbecken. Sehr interessant war es den Ritualen beizuwohnen. Auch kamen wir in den Genuss einer Opfergabezeremonie mit Musik und Umzug. Den letzten Tag in Ubud verbrachten wir mit Büroarbeit mit Blick in die Reisfelder und planten unsere nächsten Ziele. Am Abend besuchten wir eine der bekannten balinesischen Tanzshows. Dies gehört zu einem Ubud Besuch fast dazu und die Angebote sind vielfältig. Es war interessant die für uns so fremde Tanzkunst zu erleben. Mit speziellen Handbewegungen, Mimik und Gestik wurden Geschichten erzählt, denen wir nicht immer ganz folgen konnten. Wir träumten weiter von Komodo und es sah positiv aus, dass es mit einer Tauchsafari und Besuch der Drachen klappen sollte.

Tanzshow Ubud Pura Tirta Empul Quelle Pura Tirta Empul Quellen Pura Tirta Empul Quellen Pura Tirta Empul Quellen Pura Tirta Empul Quellen Im Sarong die Treppen hoch Pura Gunung Kawi Pura Gunung Kawi Pura Gunung Kawi Botanischer Garten Botanischer Garten Botanischer Garten Pura Ulun Danu Pura Ulun Danu Pura Ulun Danu Pura Ulun Danu Pura Ulun Danu Auch auf Bali hat es freche Makaken

Nord Bali

Sonntag, 12.07.2015

Nach den eher anstrengenden Tagen mit vielen Vulkan Wanderungen gönnten wir uns ein paar eher ruhige Tage am Meer. Unser erstes Ziel auf Bali war das ruhige Dorf Pemuteran, welches noch weitgehend vom Massentourismus verschont blieb. Pemuteran dürfte hauptsächlich Tauchern einen Begriff sein. Mit der Fähre setzten wir von Java nach Bali hinüber. Nach 4 Stunden Autofahrt, einer Stunde auf der Fähre und nochmals einer Stunde im Auto schätzten wir die herzliche Begrüssung im Homestay um so mehr. Unser Zuhause für die nächsten drei Nächte war ein einfaches aber sehr liebevoll eingerichtetes Zimmer mit Freiluft Bad. Alles ausgesprochen familiär und sehr idyllisch. Frühstück wurde uns direkt auf unsere eigene Terasse gebracht. Die Nachbarn nebenan waren balinesische Bauern mit allem was dazu gehört: Bali Rinder, Hühner und Hunde. Den ersten Tag verbrachten wir am Strand mit Baden, Schnorcheln und einem ausgedehnten Strandspaziergang. Natürlich mussten wir auch den Bio-Rock, ein künstlich angelegtes Korallenriff, erkunden. Beim Bio-Rock wurde Strom eingesetzt um das Wachstum der Korallen zu beschleunigen. Wir waren richtig beeindruckt was da an Korallen bereits gewachsen war und auch war eine nette Vielfalt an Fischen anzutreffen. Am zweiten Tag durften wir entlich tauchen gehen. Der Nationalpark um die Insel Menjangan gehört zu den bekannten Tauchplätze um Bali. Die verschiedenen Fische und Korallen liessen uns an die Philippinen zurückerinnern. Jacki sah sogar ihren ersten Schaukelfisch und eine stark behaarte Orangutan Krabbe. Weiter fuhren wir an der Nordküste in Richtung Osten bis nach Lovina. Dort bezogen wir erneut ein kleines Homestay. Wir blieben nur für eine Nacht. Lovina ist der bekannteste Badeort an der Nordküste. Der Strand war recht breit und wie auch in Pemuteran mit schwarzem Sand. Bei Touristen ist der Ort auch bekannt für die allmorgendlichen Delfinwatch Touren. Diese sollen jedoch schon beinahe tierquälerische Ausmasse angenommen haben, somit war dies für uns kein Thema. Wir spazierten nur durch den Ort und erfreuten uns an den netten Einwohnern, welche uns rasch in ein Gespräch verwinkelten. Schnell merkten wir, dass die Balinesen hervorragende Gastgeber sind. Noch selten wurden wir so liebevoll umsorgt wie in den Homestay in Pemuteran und Lovina.

Tauchen Pemuteran Tauchen Pemuteran Eingang zu Homestay Familie Strand in Lovina Strand in Lovina

Ijen

Donnerstag, 09.07.2015

Noch am selben Tag ging es weiter mit unserem Fahrer, diesen hatten wir gleich für 4 Tage gebucht. Die Busverbindungen waren eher rar und der Fahrstil der Busfahrer eher gewöhnungsbedürftig. In Bondowoso quartierten wir uns ein, um am nächsten Morgen den Ijen Krater zu erobern. Auch hier startete der Massentourismus mitten in der Nacht um im Dunkeln 2 Stunden bergauf zu wandern, danach nochmals eine Stunde in den Krater hinunter um da das blaue Feuer zu sehen. Da der Abstieg in den Krater bei Nacht nicht ganz ungefährlich war und wir defintiv nicht die besten Alpinisten, beschlossen wir die Wanderung bei Licht und nur bis auf den Kraterrand zu machen ohne Abstieg. Deswegen mussten wir auch nicht mitten in der Nacht starten, sondern "erst" um vier Uhr morgens. Nach zwei Stunden im Auto begannen wir um 6 Uhr mit dem Aufstieg. Zu Beginn waren wir einfach noch zu müde. Mit der geringen Steigung war die erste halbe Stunde total entspannt. Dies änderte sich aber rasch. Steile, sandige und rutschige Abschnitte lagen vor uns.  Es war richtig harte Arbeit! Sehr eindrücklich war auch der Vulkan Raung. Dieser war gerade aktiv und spukte Asche gegen den Himmel. Auch rumorte und polderte der Vulkan, für uns etwas furchteinflössend. Zwei Tage später würde eben dieser Vulkan einen grossen Teil des Luftverkehrs lahmlegen. Auf Grund seiner Aschewolke mussten 4 Flughäfen auf Bali und Lombok geschlossen werden, über 250 Flüge wurden gestrichen. Ab 7 Uhr kam uns eine grosse Gruppe Mitternachtswanderer entgegen, alle mit Gasmaske bewaffnet und die meisten sahen recht fertig aus. Nach anstregenden 2 Stunden hatten wir unser Ziel erreicht. Wir standen am Kraterrand in der Schwefelwolke und warteten bis diese die Sicht auf den Kratersee freigab. Der Schwefel ging, der See kam. Noch immer ein wenig Stolz, dass wir den Berg bezwungen hatten, genossen wir den Blick in den Krater mit dem Farbenspiel im Wasser. Aber die wahren Helden dort oben sind die Schwefelträger! Diese bauen im Krater Schwefel ab und tragen die Körbe gefüllt mit bis zu 90 kg Schwefel den Krater hoch. Danach den steilen Weg nach unten wo sie umgerechnet 6-10 Rappen pro Kilogramm erhalten. Dies ergibt einen Tageslohn von ca. 6-10 Franken. Kein schlechtes Gehalt in Indonesien, aber der Preis dafür ist enorm. Die Schwefeldämpfe setzen der Lunge schwer zu und die schwere Last schädigt Rücken, Schultern und Gelenke. Wir hatten grossen Respekt vor diesen Arbeitern. Was die jeden Tag leisten ist für uns unvorstellbar. Der Weg zurück erwies sich als angenehmer wie befürchtet. Wir rechneten schon damit, dass wir das eine oder andere mal auf dem Hosenboden landen würden. Aber mit der abgeguckten Lauftechnik der Schwefelträger, kleine federnde Schrittchen, kamen wir ohne Rutschpartie unten an. Auf der Rückfahrt nach Bomdowoso wurde uns noch die Arabica Kaffeplantage erklärt und gezeigt.

Sonnenaufgang mit Vulkan Aschewolken Blick hinunter aufs Nebelmeer Raung ist aktiv und spuckt Asche in den Himmel Geräte der Schwefelträger Ab durch den Schwefeldampf Panorama auf dem Ijen Ganz weit unten im Krater wird Schwefel abgebaut Weiter unten kommt grünes Wasser aus dem Kratersee

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